Schliessen
1. Juli 2022

Mit Universal Transport zu den Sternen

Ein Highlight im Bereich der Spezialtransporte: Im Juni durfte Universal Transport einen Satelliten für die ESA-Mission EarthCARE (Cloud, Aerosol and Radiation Explorer) transportieren. Es handelte sich dabei um die wertvollste Fracht in der langen Geschichte des Unternehmens. Der Satellit wird im Rahmen der Mission EarthCARE eingesetzt, ein Joint Venture zwischen der European Space Agency und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency). Der Start dieser bisher größten und komplexesten Erderkundungsmission ist für 2023 vorgesehen.

Verladen wurde der Satellit in Immenstaad am Bodensee.

Drei Mitarbeiter des Herstellers eskortierten den über drei Nächte gehenden Transport in einem Begleitfahrzeug. Tagsüber wachte eine Security-Firma über die wertvolle Fracht, die für den Transport in einem Container untergebracht war.

Die Abmessungen von ca. 4,2m Breite und knapp 4m Höhe waren für die Großraum- und Schwertransport-Experten indes kein Problem.

„Die besondere Herausforderung lag dieses Mal nicht in den Ausmaßen oder dem Gewicht der Fracht, sondern im hohen Warenwert eines solchen Satelliten“, erläuterte Niederlassungsleiter Stephan Stender.

Am 13. Juni startete das Team ab Bodensee auf die erste Teilstrecke bis zur Rastanlage Hockenheim. Nach der zweiten Nacht kam der Tross am Grenzübergang in Venlo an. Die dritte Etappe führte bis ins Ziel zur ESTEC im niederländischen Noordwijk. Das Europäische Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ist das technische Herzstück der ESA, wo die meisten ESA-Projekte wie EarthCARE entwickelt werden.

„Es ist für uns eine große Ehre und gleichzeitig gerne übernommene Verantwortung, diesen besonderen Transport durchführen zu dürfen. Nach acht Monaten der sorgfältigen Vorbereitung konnten wir den Auftrag pünktlich abschließen“, sagte Projektleiter Maik Heese.

EarthCARE wird hochleistungsfähige Lidar- und Radartechnologie einsetzen, die noch nie zuvor im Weltraum geflogen wurde. Ziel ist es, Datensätze zu liefern, die es den Wissenschaftlern ermöglichen, die Beziehung zwischen Wolken, Aerosolen und Strahlung mit vorher nicht möglicher hoher Genauigkeit zu untersuchen, um die Prozesse des Klimawandels besser zu verstehen.

<< zurück zur Übersicht