Nachgefragt

Herr Dechant, Universal Transport hat sich bereits in vielen Ländern wie z.B. Osteuropa, Nordafrika, Russland und last but not least der Türkei etabliert. Trotz allem schauen Sie weiter. Welches ist die zukünftige geographische Ausrichtung?

Innerhalb unserer Kernländer sind wir für unsere Kunden in den verschiedenen Spielarten der Schwergutlogistik zu Hause. Das wird auch stets so bleiben. Selbstverständlich sind aber Projekttransporte in einer globalisierten Weltwirtschaft in vielen Fällen grenzüberschreitend. Grundsätzlich können wir auch aus unseren bereits existierenden Niederlassungen interkontinentale Logistikketten bestens abbilden. Aber wenn in einem Zielmarkt eine kritische Masse an Transportvolumen machbar ist, dann evaluieren wir selbstverständlich auch die Eröffnung eines neuen eigenen Standortes. Im vergangenen Jahr haben wir so beispielsweise erfolgreich den Sprung nach Ägypten gewagt und seit Oktober über die Universal Transport Egypt den ersten eigenen Fuhrpark auf afrikanischem Boden im Einsatz.


Welche Regionen und Länder rücken momentan in den Fokus?

Wir wollen uns mit dem eben beschrieben Ansatz keinesfalls verzetteln. Aber gerade die Länder in Vorder-, dort vor allem Iran, und Zentralasien zeigen aus unserer Sicht ein spannendes Entwicklungspotenzial. Dort gilt es, die Augen für spannende Projekte offenzuhalten.


Waren Sie deshalb in diesem Sommer mit Vertretern der deutschen Politik und Wirtschaft Teil einer Delegationsreise nach Kasachstan?

Das stimmt, denn die in diesem Land mit seinen fast 18 Millionen Einwohner besonders stark entwickelten Branchen, sei es die Energiewirtschaft, das Eisenbahnwesen oder auch die Landwirtschaft mit ihren riesigen Agrarmaschinen, passen natürlich auch sehr gut zu unserer Angebotspalette für den Transport besonders schwerer und großer Güter. Insofern war es spannend mit kasachischen Verantwortlichen über die aktuellen Entwicklungen und Projekte der dortigen Volkswirtschaft zu diskutieren und zu erörtern, welche Rolle dabei die logistische Komponente in einem Land mit der fast achtfachen Größe Deutschlands spielt. Und gleichfalls auch mehr über die deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen zu erfahren und welche Möglichkeiten für Wachstum dort schlummern.


Ein Schritt von Universal Transport nach Kasachstan ist somit nicht ausgeschlossen?

Überlegungen in diese Richtung bestanden und bestehen weiterhin. Gerade auch durch die positiven Eindrücke des jüngsten Besuches in Astana. Aber wie bereits erläutert, prüfen wir einen solchen Weg ganz genau, bevor wir auf ihm voranschreiten wollen. Gerade die Qualität des dortigen Partners oder der eingestellten eigenen Mitarbeiter entscheidet zu einem sehr großen Prozentsatz, ob eine solche Maßnahme gelingt. Denn nur durch das darüber hinzugewonnene lokale Know-how für ein genehmigungsintensives Geschäft wie die Schwergutlogistik können wir für unsere Kunden die optimalen Transportlösungen realisieren, also einen Mehrwert durch die Vor-Ort-Präsenz schaffen. Wir werden also unsere Markterkundung fortsetzen und dann wohlüberlegte Entscheidungen im Sinne unserer Auftraggeber fällen. Durch das umfangreiche Netzwerk unserer 100%igen Tochter Züst & Bachmeier Proejct GmbH können wir ohnehin eine breite Palette an Dienstleistungen in vielen Ländern anbieten.

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