Nachgefragt

Interview mit Markus Bettac (43 Jahre), Geschäftsführer der StB Verkehrstechnik GmbH (StB)

Herr Bettac, bitte erzählen Sie doch kurz etwas zu Ihrer Person und der StB Verkehrstechnik GmbH.

Seit Anfang 2016 bin ich bei StB tätig. Zuvor war ich in verschiedenen Unternehmen im Bereich Vertrieb beschäftigt und würde mich selbst als Quereinsteiger im Bereich Transport und Logistik bezeichnen. Ich arbeite vor allem aus dem Hintergrund, kümmere mich um das Qualitätsmanagement, Zertifizierungen und Personal.

Das Unternehmen StB wurde vor knapp vier Jahren gegründet und ist seit dieser Zeit stetig gewachsen. Aktuell haben wir 47 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende. Mehr als die Hälfte unserer Beschäftigten sind in der operativen Umsetzung unserer Leistungen auf den Straßen Deutschlands unterwegs. Unter ihnen sind neun Hilfspolizisten, die mittlerweile die Begleitung durch die Polizei bei Schwertransporten ersetzen können. Die Kollegen steuern insgesamt 22 Montagewagen und zwölf BF4-Fahrzeuge. Der Fuhrpark soll aufgrund der guten Auftragslage noch in diesem Jahr vergrößert werden.


Welche Leistungen bietet StB genau an und in welchen Branchen sind Sie hauptsächlich aktiv?

Wir sind in den Bereichen verkehrslenkende Maßnahmen und Verkehrssicherung zu Hause und bieten professionelle Lösungen für die Schwergutlogistik sowie mobile Fahrstraßen an. Wir bieten unseren Kunden von der Planung inklusive Erstellung von Streckenprofilen über die Organisation bis hin zur Begleitung von Schwertransporten ein Komplettpaket an. Hinzu kommt die Abwicklung mit den zuständigen Straßenämtern mit allen notwendigen Maßnahmen. Die gute Zusammenarbeit mit Behörden bei Anträgen und Genehmigungen ist eminent wichtig. Mittlerweile bieten wir unseren Kunden sogar die Entladung ihrer Güter an, beispielsweise kleinere Komponenten für Windkraftanlagen – und das weltweit.

Vom starken Ausbau der Windenergie in Deutschland in den letzten Jahren haben wir profitiert. Der gedrosselte Ausbau bedeutet daher im Umkehrschluss auch weniger Aufträge für StB in diesem Bereich. Wir haben uns allerdings auf diese Situation vorbereitet und bezüglich unserer Kunden sowie den Branchen breit aufgestellt. So waren wir erst kürzlich am Transport eines riesigen Transformators von der Produktionshalle zum Hafen beteiligt. Wir wollen uns in diesem Jahr wieder verstärkt auf die regionale Verkehrssicherung konzentrieren.


Was sind die größten Herausforderungen für die Zukunft? Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf?

Wie eingangs erwähnt, befinden wir uns weiter auf Wachstumskurs. Neben dem flexiblen Fuhrpark sind unsere geschulten und routinierten Mitarbeiter der entscheidende Faktor für unseren Erfolg. Wie viele Branchen haben auch wir das Problem neue Mitarbeiter beziehungsweise Nachwuchs zu finden. Das wird wohl zukünftig die größte Herausforderung sein.

Für die operative Abwicklung würden wir uns mehr Verständnis für die von uns durchgeführten Maßnahmen wünschen, ohne die bestimmte Transporte nicht durchgeführt werden könnten. Zudem sollten verkehrslenkende Maßnahmen stärker in der Gesamtplanung von Projekten berücksichtigt werden, da Anträge gestellt und Genehmigungen eingeholt werden müssen, deren Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nimmt. Und ohne die entsprechenden Papiere kann der Transport nicht durchgeführt werden.


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