27. April 2009 - UT ist um Längen mit glänzenden Augen voraus
Ein besonders langer Schwertransport macht sich auf den Weg nach Neu Ulm
Unser Fahrer Eckhard Kraft stand mit seinem Begleiter in der Nacht vom 27. auf den 28. April 2009 vor einer ganz besonderen Herausforderung, als wir im sauerländischen Olsberg einen 75,0 Tonnen schweren Holzleimbinder nach Neu- Ulm transportierten.
Mit seiner 4- achsigen 600 PS starken Zugmaschine zog er den Binder mit einem 3- achsigen Dolly und abschliessend mit einem 4- achsigen Nachläufer.
Wenn man bedenkt, dass ein normaler Planensattel LKW lediglich 16,50 Meter lang ist, so war dieser Transport 3,5 mal so lang. Selbst bei herkömmlichen Transporten mit einem Gesamtgewicht von 40,0 Tonnen mussten die Fahrer schon in einigen engen Kurven sehr genau Ihren LKW manövrieren, wenn man bedenkt, dass wir bei diesem Transport mit mehr als doppelt so vielen Achsen gefahren sind.
Unser routinierter und langjähriger Berufskraftfahrer Eckhard lässt es sich zudem nicht nehmen, regelmässig unser Schwertransport- Fahrer- Training und unseren halbjährlichen Ladungssicherungskurs zu besuchen, um - wie er sagt -an die Grenzen des Machbaren zu gelangen.
Auch an diesem Abend galt es, einige wenige Hindernisse, wie z.B. De- und Remontagen von Ampelanlagen, Bleche für Verkehrsinseln oder auch eine Sperrung der Autobahnauffahrt, da wegen des grossen Radius´des LKW selbst die Gegenspur der Autobahn benötigt wurde, zu bewältigen.
Dann gab es noch die etwas grössere Hürde, welche wir in einem kleinen selbstgemachten Film an einem Kreisverkehr kurz hinter der Ladestelle festgehalten haben.
Hier sieht man entgegen der professionell ausgeleuchteten und oftmals gut in Szene gesetzten TV- Situationen, wie schwer es doch in dunkler Nacht für einen geschulten Fahrer ist, dessen Augen in manchen engen Kurven noch von blauen und orange- farbigen Rundumleuchten irritiert werden, seinen Truck in der Spur zu halten und gleichzeitig zu wissen, dass der Kunde 3 Nächte später seinen Holzleimbinder pünktlich angeliefert haben möchte. Zwei zusätzliche Polizeiwagen sorgten hier an dem Kreisel für unsere Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer.
In der 4 wöchigen Vorbereitung, die nicht nur die Erstellung der notwendigen Ausnahmegenehmigungen, den Einsatz der Begleitfahrzeuge, die Bestellung der Polizei zur Begleitung und die jeweilige Strassenwacht für die De- und Remontage beinhaltete, war ebenso von langer Hand geplant, die erste Etappe pünktlich Mittwoch 06.00 Uhr auf dem Parkplatz bei Kilometer 839 auf der A 7, ca. 2 km vor der BAB Abfahrt Nersingen, zu erreichen.
Von dort ging es abends gegen 22.00 Uhr weiter zur letzten Etappe, um innerhalb von nur 3 Tagen die Distanz von etwas mehr als 500 Kilometern zu schaffen.
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