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19. Juni 2010 - Universal Transport und der Hansestadt- Shuttledienst
oder wie eine Präsentation am Jungfernsteg in Millimeterarbeit begann.
Am Samstag, den 19. Juni 2010 startete in Bremen gegen 22:00 Uhr unser Strassenbahn- Schwertransport für eine Präsentation in Hamburg auf dem berühmten Jungfernsteg, der nicht erst seit der leider verstorbenen Heidi Kabel bekannt ist.
Am Sonntag gegen 02:00 Uhr mussten wir in der Innenstadt Hamburgs pünktlich entladen, da bereits schon am Montag in der Früh, den 21. Juni, die "ausgeliehene" Straßenbahn wieder in Bremen im Einsatz sein musste.
Daher war Eile geboten und unsere Projektabteilung - federführend durch Arne Szameitat - in Hamburg musste diesen Transport lückenlos und ohne jeglichen Risiken für dieses Wochenende vorbereiten, was eine kleine Herausforderung darstellte.
Die Transportlänge unseres LKW betrug etwas mehr als 46 Meter. Unser Fahrer Rainer Lemke manövrierte die fast 600 PS starke 4- achsige MAN- Zugmaschine mit einem zwei- achs- Dolly sowie einem 7 achsigen Schienen- semitieflader sicher von der Ladestelle. Sein Begleiter Reinhard Szechowiak hatte im Vorfeld schon die geeigneste Strecke erkundet und zusammen mit der streckenweise anwesenden Polizeibegleitung konnten wir in nur 4 Stunden Hamburg erreichen.
Ein grosser Vorteil bei diesem speziellen Fahrzeugequipment ist, dass wir die Strassenbahn, vergleichbar wie ein „Abschlepp – LKW“, mittels eigener Seilwinde vom Gleisbett des Verladebahnhofs auf unseren LKW ziehen können, der wiederum in der selben Spurbreite ein eingebautes Gleisbett besitzt.
Somit bleiben uns lästige Krandispositionen erspart, die an manchen Lade- und Entladestellen überhaupt keinen Platz finden.
Die Besonderheit bei diesem Transport lag darin, dass Schwertransporte in dieser Größenordnung in der Regel nur in den Nächten von Montag bis Donnerstag durchgeführt werden dürfen.
Das bedeutet, die letzte Abfahrt müsste in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erfolgen.
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals recht herzlich bei den jeweiligen Strassenverkehrsämtern und Behörden in Bremen, Niedersachsen und Hamburg bedanken, ohne deren Mithilfe und grossem Verständnis für diese Präsentation dieser Transport in dieser kurzen Zeit nicht möglich gewesen wäre.
Die weitere Besonderheit lag daran, das als Entladestelle das Stadtzentrum von Hamburg ausgewählt wurde. Normalerweise entladen wir in den entsprechenden Rangierbahnhöfen der jeweilgen Verkehrsbetriebe am Stadtrand. Von dort werden dann die Strassenbahnen zum Endempfänger gezogen.
Nachdem Hamburg, grob vergleichbar wie Venedig, eine erhebliche Anzahl unterschiedlicher Brücken hat, mussten wir im Vorfeld ganz genau überprüfen, welche Brücken können überfahren werden bzw. gelingt es die eine oder andere Brücke aufgrund der Gesamthöhe zu „unterfahren“. Schliesslich hatte der Transport eine Höhe von 4,40 Meter. Da ist und war jeder Millimeter entscheidend.
Hervorheben möchten wir, dass es nur eine 4 wöchige Zeitspanne zur Vorbereitung dieses Transports gab. Wir selbst, bzw. unser Team, hat unzählige Brücken auf ihre Höhen geprüft, bis wir endlich die Erlaubnis zum Transport bekommen haben.
In der schönen Hansestadt Hamburg gibt es leider zu viele defekte und ungeeignete Brücken.
An dieser Stelle möchten wir dem ganzen Team unserer Niederlassung Hamburg für die hervorragende Disposition und Abwicklung danken. Die Leistungen im groben Überblick setzten sich wie folgt zusammen:
- Streckenerkundung; Baustellenbesichtigung; Ablaufplanung für Anlieferung und Entladung
- Gestellung der Begleitfahrzeuge
- Abstimmung mit den Polizeidienststellen der einzelnen Bundesländer
- Einholung aller erforderlichen Ausnahmegenehmigung für den Transport; denn ab 100 Tonnen Gesamtgewicht muss das Tiefbauamt eingeschaltet werden.
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