Rheingold

 

 
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Universal Transporte Michels GmbH & Co. KG

27.03.09 - Universal Transport mit Hightech im Eiltempo auf nostalgischen Spuren

Mit unserer 600 PS starken MAN Zugmaschine und einem 6- achsigen Auflieger übernahmen wir am Donnerstag, den 26. März 2009 einen Salonwagen Nr. 24513, Baujahr 1929, des legendären Rheingold- Express in Oberpleis -  nahe des Gasthauses "Tannenhof" in Königswinter-Oberpleis direkt neben der Autobahn 3 -, um ihn zum Gleisanschluss der Hayes Lemmerz Werke zu bringen.

Dieser Gleisanschluss war innerhalb der Stadt Königswinter der am nächsten gelegene, um die Kosten für den Empfänger so gering wie möglich zu halten.

Der Salonwagen wurde von dort aus per Bahn für die Restauration nach Tschechien geschleppt.

Einige Waggons des Rheingold- Express konnten mittlerweile schon schienentauglich restauriert werden. Sie befinden sich im Eigentum der in Basel ansässigen Firma TransEurop AG. Geplant ist, dass der legendäre Zug wieder vollkommen einsatzfähig wird und Ende 2010 auf seiner ehemaligen "Rennstrecke" von Wiesbaden entlang des Rheins nach Köln fährt.

Doch bis dahin ist es ein langer Weg und es mussten einige Hürden genommen werden. Die ersten Schwierigkeiten haben wir jedoch nach nur vier wöchiger Vorarbeit mit unserem Team in Thyrow bei Berlin , federführend durch Andreas Zoch und Bernd Zucknick, gelöst.

Ein grosses Lob gilt an dieser Stelle unserem Paderborner Kollegen, Andreas Winkelhoch, der in kürzester Zeit den idealen Streckenverlauf geprüft hat, welcher anschliessend für die weiteren Transportgenehmigungen entscheidend war und ohne Probleme schnell genehmigt werden konnte.

Dazu zählt nicht nur die gesamte Transportabwicklung, sondern auch die Erstellung der notwendigen Ausnahmegenehmigungen, der Einsatz der Begleitfahrzeuge, die Bestellung der Polizei für die vorgeschriebene Begleitung. Bis hin zu guter Letzt die Krangestellung sowie der Einsatz von Schilderdiensten, die auf der Strecke einige Verkehrschilder demontieren mussten.

Generell ist ein Transport von historischen Schienenfahrzeugen für Universal nichts besonderes. Langjährige Erfahrung auch von Seiten unserer Fahrer, die regelmässig an unseren Ladungssicherungs- seminaren teilnehmen, lassen uns manche Hürde schneller nehmen.

Nur ca. 3 Stunden sollte  die Verladeaktion in Königswinters dauern. Unser Fahrer Klaus Dieter Langanki stand schon in der Früh an der Ladestelle, um den LKW "verladefertig" vorzubereiten, da bereits schon eine Stunde später zwei 120 Tonnen Mobilkräne den Waggon auf unser Spezialfahrzeug verladen haben.

An diesem Tag jedoch war vieles anders.

Während der Beladung in Bellinghausen musste in der Früh der Strom abgestellt werden, damit die hohen Kräne ungehindert den Waggon auf unseren LKW umsetzen konnten.

Weiterhin konnten aufgrund des Alters und der langen Standzeit nicht die vorgesehenen Anschlagpunkte genutzt werden, so daß viel Zeit verstrichen war, bis die richtigen Anhebepunkte gefunden wurden.

Deshalb wurde es auch für eine Tagfahrt mit dem Wggon über das Siebengebirge zu spät, so daß wir erst am folgenden Tag in der Früh um 4:00 Uhr starten konnten.

An der Anschlussstelle A 3 „Siebengebirge“ fahren wir über einen Kreisel, jedoch entgegen der normalen Fahrtrichtung, um mit dem ca. 34,0 Meter langen, 3 Meter breiten und 4,85 Meter hohen und ca. 100,0 Tonnen schweren Fahrzeug besser manövrieren zu können.

Die Zufahrt "Mc Donalds" wurde zeitweise gesperrt. In Höhe des Hotels Petersberg wurde eine 10 prozentige Steigung überwunden.

Gegen 05:30 Uhr ereichten wir unser Ziel – den Gleisanschluß eines Felgen und Räderwerkes in Königswinter. Dort wurde der Waggon mit Hilfe der beiden Mobilkrane wieder auf die Schienen gesetzt.

Unser Fahrzeug wurde auf der gesamten Strecke mit unserem BF3 Fahrzeug, Herrn Reiner Szechowiak, und zwei Einsatzwagen der Polizei begleitet. 

Weiterführende detaillierte Informationen über die Rückkehr der historischen Eisenbahn gibt es unter www.rheingold.ag.

Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich für das grosse Interesse des TV- Senders N24, der am Sonntag, den 26. April, eine ca. 8- minütige Reportage ausgestrahlt hat.

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