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17. März 2010 - Universal Transport geht in die Spur
oder wie wir auf den Spuren von Wilhelm Tell den finnischen Zugverkehr zum Rollen bekommen.
Manche Transportanfragen, die uns täglich erreichen, sind bei der Umsetzung und der Kalkulation für ein grosses Team innerhalb unserer Unternehmensgruppe bestimmt. So möchten wir in diesem Bericht gleich zu Beginn folgenden Mitwirkenden danken, ohne deren Know How und Hilfe dieses Projekt nicht so schnell ausführbar gewesen wäre.
Ein grosses Dankeschön gilt:
- unseren Fahrern der Niederlassung Thyrow: Herr Polz, Herr Gippner und Herr Klemenz
- unserem Fahrer der Niederlassung Prag: Herrn Louda
- unserem Genehmigungsteam der Niederlassung Thyrow: Herr Focke und Herr Ruppenthal
- unserem Projektteam der Niederlassung Bad Nenndorf für die Projektleitung und die Zollabwicklung
Es ist nicht alltäglich, dass wir als "Friends on the Road" eine Schienenschleifmaschine aus der Schweiz nach Finnland transportieren. Normalerweise werden derartige Maschinen direkt mit der Bahn auf der entsprechenden Spurbreite zum Zielort gefahren.
Diese Maschine besteht aus einem Motorwagen mit den Abmessungen von 23.0 Meter Länge, 3.10 Meter Breite, einer Höhe von 4.25 Metern und einem Gewicht von 75.0 Tonnen; der dazu gehörige Anhänger misst 15 Meter Länge, 3.05 Breite, eine Höhe von 3.95 Metern und einem Gewicht von 25.0 Tonnen.
Die Abwicklung dieses aussergewöhnlichen Transportes war zwar eine grosse Herausforderung für unser Projektteam; jedoch stellte sie nicht vor allzu grossen Problemen.
Mittlerweile wissen sehr viele Stamm- und Neukunden, dass Sie bei uns ein „Rund-um-sorglos-Paket“ erhalten.
Nachdem die Schweiz zolltechnisch ein Nicht- EU- Land ist, wurden wir zusätzlich mit der kompletten Zollabwicklung in Basel beauftragt. Aussergewöhnlich bei diesem Transport war auch, dass 2 Spezialfahrzeuge nicht im s.g. Zweierkonvoi fahren konnten.
Persönlich schauten wird uns vor Beginn des Transportes im malerisch gelegenen Crissier, ganz in der Nähe des Genfer See´s, beim Hersteller die Situation an, damit wir die Verladung und das Rangieren mit unseren beiden Spezialtransportern besser planen konnten.
Die Platzverhältnisse auf dem Firmengelände waren für diese beide Transporte nicht grade sehr grosszügig, aber nach genauerer Betrachtung lösbar. Zudem es nach der Verladung gleich weiter durch enge schweizer - nicht hohle - Gassen ging. Wilhelm Tell wäre stolz auf uns und unsere Präzision gewesen und wir waren es, als wir die entsprechenden Transportgenehmigungen nach detaillierter Streckenprüfung bekommen haben.
Aufgrund der unterschiedlichen Abmessungen wurden zwei völlig verschiedene Transportstrecken in der Schweiz bewilligt.
So wurde dann am 17. März in Crissier verladen und am Abend abgefahren.
Der Motorwagen wurde auf unsere 4 x 4 x 6 Kesselbrücke aus unserem "Berliner" Fuhrpark verladen. Insgesamt hatte das Fahrzeug eine Länge von 48.0 Meter, eine Breite von 4.30 und eine Höhe von 4.40 Meter. Mit einem Gesamtgewicht von 150,0 Tonnen fädelte sich unser LKW mit der Schleifmaschine durch die Gassen.
Der kleinere Teil der Maschine wurde auf unser 3 x 3 Tiefbett aus unserem Haus in Prag verladen. Mit 60,0 Tonnen Gesamtgewicht mass das Fahrzeug eine Länge von 27.0 Meter und eine Breite von 3.05 Meter und war 2 Zentimeter kleiner, als der erste Transport.
Zwei Tage später, beim Zollstopp in Basel, gab es keinerlei Probleme, da die Fahrzeuge früh- und rechtzeitig angemeldet worden waren. Der Ordnung und Genauigkeit halber haben wir um etwaige Verzögerungen zu vermeiden vorab jegliche Papiere der Zollbehörde zur Verfügung gestellt.
Alles schien wieder einmal glatt zu verlaufen. Der Transport durch die Schweiz bis zur Ostsee verlief reibungslos; jedoch streikte der finnische Fährbetrieb und wir konnten nicht auf unsere gebuchte Fähre fahren.
Nach nur einer Woche erreichten wir am 24. März den Hafen von Lübeck, der Streik war beigelegt worden, doch leider gab es für uns - wegen des voran gegangenen Streiks - keine Fähre nach Helsinki.
So haben wir am 26. März die erste Fähre zum finnischen Rauma gebucht; obwohl dieser Ort 400 Kilometer von eigentlichen Empfangsort Kouvola entfernt liegt. Nachdem diese dann auch noch einen leichten Motorschaden hatte, wäre unser Zeitplan fast gescheitert, da unsere Fahrer ihr Osterfest zu Hause verbringen wollten.
Die Fähre war am 30. März in Rauma, am 31. wurde in Kouvola abgeladen und dieses Mal konnten wir für die Rückfahrt die Fähre ab Helsinki benutzen, so dass wir am 01. April Lübeck erreichten und die Fahrer die letzten Meter nach Hause antreten konnten, während nun in Finnland die Funken sprühen und Gleisbetten renoviert werden.
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