Universal transporte Michels GmbH & Co. KG
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Universal Transporte Michels GmbH & Co. KG

19. Januar 2010 - Mit Universal Transport träumen und schwärmen 

oder
früher wären 1.300 Pferde vor den Karren gespannt worden

 

Unsere beiden Fahrer Norbert Langanki und sein Beifahrer Rene Ruenzler staunten am 19. Januar nicht schlecht, als Sie unseren 13-achsigen Goldhofer- Plateau- Auflieger aus Modulfahrwerken bei uns auf dem Hof sahen, um mit Ihrer 4- achsigen - fast 600 PS starken - Zugmaschine einen 110 Tonnen schweren Wärmetauscher im "Alten Land" von Drochtersen nach Moers zu transportieren.

Für dieses hohe Gewicht haben wir spezielle Achslinien, um Ladungen bis zu 300,0 Tonnen mit eigenem Equipment transportieren zu können.

Ein weiterer Wärmetauscher mit 13,0 Meter Länge und einem Durchmesser von 3,0 Metern stand ebenfalls zum Transport bereit.

Unser Fahrzeug wurde von Reinhard Szechowiak begleitet. Für den zweiten LKW unseres Partners stand ein separater Begleitwagen bereit.

Normalerweise benötigt ein Schwertransport Convoi nur einen Begleiter; jedoch in diesem Fall ist ein s.g. "Nachlenker" sehr wichtig, der jeweils direkt hinterher fährt, um an unübersichtlichen Stellen vom Heck Hilfestellung zu geben. 

"Es ist schon imposant, wenn 34 Achsen 360 Tonnen auf fast 70 Meter Transportlänge durch die Nacht fahren", hörten wir zu Transportbeginn von Reinhard unserem BF3- Begleiter.

"Unvorstellbar, dass man im letzten Jahrhundert dafür noch 1.400 Pferde "vor den Karren" spannen müsste, was eigentlich utopisch ist", sagte Reinhard, der vor Beginn der Transporte nicht nur ins Schwärmen geraten ist, sondern diesen wohl eher seltenen Transport aus philosophischer Sicht beurteilte.

Nun zurück zum Anfang; denn zuvor mussten die tonnenschweren Wärmetauscher erst einmal verladen werden. Was gar nicht so einfach ist.

Mittels zweier Mobilkrane wurden die Wärmetauscher punktgenau auf die entsprechenden Auflager abgesetzt, damit sich das Gewicht besser auf die Achslinien verteilt.

Jetzt kann´s ja dann eigentlich losgehen. Um 22:00 Uhr startete der Convoi in eine lange Nacht, jedoch mussten an diesem Abend wegen der zu großen Brückenbelastung grosse Umwege gefahren werden.

Der Convoi fuhr daher über Bundes- Land- und Kreisstrassen. Die Fahrer lernten auf einer Strecke von fast 200 Kilometern "halb Niedersachen" bei Nacht kennen. Weitere Hilfe bekamen sie von 2 Werkstattwagen der Firma RSV Schulz aus Hagen, die Schilder in Kreisverkehren und engen Ortsdurchfahrten de- und remontierten.

Die weitere zweite Nacht verlief dann reibungslos. Planmässig traf der Convoi Freitag früh im Chemiewerk Moers ein.

Mittels einem derzeit grössten Mobilkran mit einer max. Hublast von 1.200 Tonnen und einem weiteren "Hilfskran" mit 500 Tonnen maximaler Hubleistung wurden die Wärmetauscher dann punktgenau vom LKW in die neue Anlage eingebaut.

An dieser Stelle möchten wir unserem "Brain" Herrn Andreas Winkelhoch für die Transportleitung und Michael Focke sowie Aike Ruppenthal für die Vorbereitung dieser Transporte danken; denn nur nach 8-wöchiger Vorbereitungszeit war die Strecke gesucht, gefunden, ausgemessen, Brückenstatiken berechnet und anschliessend mit sämtlichen Transport- und Aussnahmegenehmigungen startklar.

Man könnte weiterhin - wie Reinhard - ins Träumen und Schwärmen geraten; jedoch wartete noch eine weitere "Baustelle" in Böhlen bei Leipzig auf uns. Ebenfalls am Dienstag, den 26. Januar wurde eine Kolonne für ein Chemiewerk in Böhlen bei Leipzig verladen. Hier betrug die geplante Transportzeit nur zwei 2 Nächte.

Unsere erfahrenen Chauffeure Werner Polz und sein Beifahrer Uwe Gippner übernahmen und Ingolf Wartemann begleitete diesen etwas "kleineren" Transport.

Mit einer 4- achsigen Zugmaschine vor einem 4-achs Dolly und einen 6- achsigen Goldhofer- Plateau- Auflieger aus Modulfahrwerken aus unserem Fuhrpark Thyrow bei Berlin wurden 2 dieser Wärmetauscher von je 29,8 Meter Länge, einem Durchmesser von 4,20 Meter und einem Gewicht von 55,0 Tonnen gezogen.

Die Gesamtabmessungen betrugen 52,8 Meter Länge 147,0 Tonnen Gesamtzuggewicht.

Bis auf kleinere Verzögerungen verlief dieser Transport ebenfalls reibungslos. Lediglich am Kreuz Rippachtal konnten wir nicht direkt auf die A38 in Richtung Leipzig auffahren, sondern mussten in Fahrrichtung Göttingen weiterfahren, um in Merseburg an der Ausfahrt zu wenden, um dann bis zur AS Leipzig Süd zurückzufahren. Dafür mussten Leitplanken de- und remontiert werden, was im Ablauf problemlos verlief.

Hier gilt unser Dank der speziell der Transportleitung von Bernd Rein sowie bereits oben erwähntes Team. 

 

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