Universal transporte Michels GmbH & Co. KG
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Universal Transporte Michels GmbH & Co. KG

Januar 2012 – Ein Spanplattenwerk auf Reise!

Oder wie wir 1.239 Tonnen nach Weißrussland befördern.

Schon Ende letzten Jahres begann für unser Vertriebsbüro aus Bad Nenndorf ein Projekt, welches ohne Zweifel zu einem der umfangreichsten seit Gründung der Niederlassung in 2007 gezählt werden kann. So wurde man im September 2011 beauftragt den „Umzug“ eines Spanplattenwerks zu organisieren.

Hierbei sollte es sich jedoch nicht um eine gewöhnliche Umsetzung eines Werks handeln. Denn mit dem Bestimmungsort Smorgon in Weißrussland befand sich unser Ziel über 1400 km von dem bisherigen Standort in Saalburg, Thüringen entfernt. Zusätzlich bedeutete Weißrussland als Nicht-Mitglied der EU auch, dass eine Zollabwicklung nötig war.

Neben dem Zielort sollte aber auch die Anzahl der erforderlichen Transporte eine Besonderheit sein. So warteten viele verschiedene Einzelteile des Werks auf ihre Beförderung, wie z.B. Leimtanks, Trocknertrommeln, Pressenstühle und etliche Stahlkonstruktionen. Insgesamt kamen wir so auf 1.239 Tonnen, die sich auf die Reise nach Weißrussland machen sollten.

Um bei diesem Projekt einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, bedarf es natürlich einer besonders genauen und gründlichen Vorbereitung. So entschied man sich, den Großteil der Einzelteile per Schiff nach Weißrussland zu befördern. Nur ein kleiner Teil der Transporte ging per Direktfahrt nach Smorgon, da die Straßen zum Hafen für diese Teile nicht fahrbar gewesen wären. Als Abgangshafen wählte man einen Ostseehafen aus um von dort per Schiff die vielen Einzelteile nach Ventspils zu bringen. Die restliche Strecke sollte dann wieder per Lkw zurückgelegt werden.

Nachdem man also die einzelnen Verkehrsträger gewählt hatte, beantragte man die Genehmigung und plante die Fahrzeuge ein. Dabei war natürlich zu beachten, welche Teile als erstes zugänglich waren, denn dadurch entschied sich, zu welchem Zeitpunkt die unterschiedlichen Fahrzeuge benötigt wurden.

Innerhalb von 2 Monaten konnte man die Vorbereitungen abschließen. Neben den eingeplanten Lkw waren insgesamt 3 Schiffe gebucht, ein Lagerplatz am Ostseehafen gemietet, die Polizei angemeldet und auf die nächsten Wochen voller Transporte vorbereitet, Parkplätze reserviert sowie alle nötigen Umbaumaßnahmen (u.a. Demontage einiger Leitplanken) auf der Strecke zum Hafen durchgeführt. Es konnte also losgehen.

Ende November begrüßte unser Kollege, der während des Projekts hauptsächlich direkt vor Ort war, die ersten Lkw zur Beladung. Nachdem diese sich in der Nacht auf den Weg gemacht hatten, ging es am folgenden Tag direkt weiter mit den nächsten Beladungen. Und auch in den Tagen darauf wurden wieder und wieder Fahrzeuge mit Teilen des Spanplattenwerks beladen. Teilweise besaß unsere Ware Abmessungen von bis zu ø 6,50 x 4,10 m, 60 to. oder auch 28,00 x 3,90 x 3,00 m, 30 to. Insgesamt 73 Spezial-Lkw benötigten wir, um die gesamte Anlage in Saalburg abzubauen.

In der Zwischenzeit wurden natürlich schon die ersten beiden Schiffe beladen. Dabei gab es Besonderheiten, die dringend beachtet werden mussten. Denn in der Reihenfolge, in der die Ware in Saalburg demontiert und auf unsere Lkw verladen wurde, musste auch später die Entladung der Schiffe in Ventspils erfolgen. Obwohl die einzelnen Teile im Hafen noch erst gelagert wurden und man bei der Beladung des Schiffes natürlich die Kapazitäten voll ausnutzen wollte, durfte diese Reihenfolge nie in Vergessenheit geraten. Ein Fehler dabei hätte neben großen Problemen bei der Zollabwicklung auch eine Verzögerung des gesamten Projekts zur Folge gehabt.

Nach knapp 2 Monaten war auch das dritte und letzte Schiff beladen und konnte sich auf den Weg machen. In Weißrussland angekommen, ging unsere Arbeit weiter. Neben der Zollabwicklung folgte dann natürlich der Nachlauf. Dabei wurde unsere Niederlassung aus Bad Nenndorf von Herrn Wilhelm unterstützt, der als Niederlassungsleiter unseres Standortes in Rostock die nötige Erfahrung für einen Nachlauf in Weißrussland besitzt.

Direkt in Smorgon vor Ort wird er deshalb in den nächsten Wochen die Koordination übernehmen. Dabei kümmert er sich zum einen um die Ware, die per Schiff angeliefert wurde wie auch um die ca. 60 Direkttransporte, die nach und nach in Weißrussland ankommen.

Im Spätsommer diesen Jahres wird es dann soweit sein, dass nach über einem dreiviertel Jahr der Demontage, des Transportes und des Wiederaufbaus ein gesamtes Spanplattenwerk in Weißrussland aufgebaut wurde, welches zuvor noch mit allen Einzelheiten in Deutschland gestanden hatte.

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