Universal Transport - News

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   Universal transporte Michels GmbH & Co. KG
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Universal Transporte Michels GmbH & Co. KG

01.09.08 - in den Bergen Calabriens

"Beim Jupiter" Hier hat der Gott des Windes vor dem Erfolg den Schweiss gesetzt.

Seit September dieses Jahres bis zum März 2009 schlängelt sich "unsere Krake" mit durchschnittlich ca. 100 Tonnen Gesamtgewicht und einer Gesamtlänge von ca. 50 Metern regelmässig durch enge calabrische Serpentinen. Die Gesamthöhe des Fahrzeugs beträgt 4,50 Meter.

Auf 1.200 Meter Höhe entsteht in San Sostene im Auftrag der Fa. GE Energy ein Windpark mit ca. 25 Türmen, der die Region zukünftig mit Strom versorgen wird.

Doch bevor unser LKW die Ladung im Hafen Crotone an der Ferse des italienischen Stiefels übernehmen konnte, hatten die einzelnen Segmente bereits eine lange Reise hinter sich.

Sämtliche Segmente für diesen Windpark stammen aus einem Werk in Gräfenhainichen bei Dessau. Von dort haben wir die Turmsegmente 2 und 3 zum 440 Kilometer entfernten Nordseehafen Brake bei Bremerhaven gefahren, bevor sie mit anderen Windparkelementen per Schiff nach Italien transportiert wurden. 


Die Abmessungen der Türme:

Segment 2
25,00 x 4,30 x 4,30 Meter / 37,0 Tonnen
Segment 3
22,30 x 4,30 x 4,30 Meter / 54,5 Tonnen

Vom Hafen Crotone bis zur Baustelle in San Sostene beträgt die verbleibende Transportstrecke lediglich nur 200 Kilometer. Normalerweise bewältigen wir diese Schwertransporte in nur wenigen Stunden, jedoch verhält es sich bei diesen Transporten ganz anders.   Vom Hafen fahren wir an einem Tag ca. 150 Kilometer zum Fuss des Gipfels. Tags drauf beginnt eine diffizile Millimeterarbeit in den Bergen Calabriens.

Die restliche Strecke zur Baustelle auf einer Länge von 55 Kilometern ist eine besondere Herausforderung, da jeder Meter der Transportstrecke im ständigen Wechsel zu Fuss begleitet werden musste, da wir aus unserem Begleitfahrzeug nicht alle Unwägbarkeiten sehen können.

Unsere Fahrer Volker Dietrich und Thomas Laabs wechseln sich nach einigen Stunden LKW- Lenkzeit immer wieder ab, um die Serpentinen und das Fahrzeug genauestens unter die Lupe zu nehmen. Einer der beiden lenkte per Funk die hintere Dolly-Achse.

Während eines Fahrerwechsels hörten wir, wie Volker Dietrich sagte, dass dieser Transport an die Grenzen von Mensch und Technik geht.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, passieren wir mit unserem LKW nicht nur ungesicherte Strassen an tiefen Böschungen, sondern müssen auch immer wieder über Bodenwellen fahren, die kaum Platz zwischen Strasse und unserer Krake zulassen. Mittels Hydraulik konnten wir die Segmente anheben und im Schritttempo weiterfahren.

Wie auf dem letzten Bild zu sehen ist, konnten wir vor der letzten Kurve kurz vor der Baustelle unseren Fahrer Thomas Laabs schweissgebaded beobachten, wie er á lá Papst Manier den Boden küsste und dem Herrgott dankte, dass der Transport reibungslos verlaufen ist.
  
Wir hoffen, dass im nächsten Frühjahr Zeus und Jupiter kräftig in die Windräder blasen, dass Calabrien hell leuchtet.

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